FAQ

Hier finden Sie Erläuterungen von Fachbegriffen und Antworten auf häufig gestellte Fragen:

>> Was sind “Alterskategorien” und wofür stehen die Begriffe “Spielbereiche A, B und C”?

>> Was genau bedeutet die “Einbindung in die umgebende Wohnanlage”?

>> Was für Austattungsmerkmale gibt es bei Spielplätzen?

>> Was für eine Rolle spielen Aufsicht- und Aufenthaltsmöglichkeiten für Erwachsene?

>> Was ist eine “bespielbare Stadt”?

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Frage: Was sind Alterskategorien und wofür stehen die Begriffe Spielbereiche A, B und C?

Alterskategorien:
Gemäß Runderlass des Innenministers NRW vom 31.7.1974, ergänzt am 27.8.1976, ist für das ganze Gemeindegebiet ein Spielflächensystem mit Spielbereichen zu schaffen, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der einzelnen Altersstufen entsprechen.

Spielbereiche A mit zentralen Versorgungsfunktionen für einen Ort oder Ortsteil dienen allen Altersstufen. Die Nettospielfläche soll mindestens 1.500 qm betragen. Der Einzugsbereich beträgt ca. 1.000 m, der Anteil an der gesamten Spielfläche des Gemeindegebietes soll etwa 40 – 60% umfassen.

Spielbereiche B sind einzelnen Wohnbereichen zuzuordnen und in erster Linie für schulpflichtige Kinder bestimmt. Die Größe wird von der Ausstattung und der Funktion bestimmt, soll aber 400 qm netto nicht unterschreiten. Ihre Entfernung zu den zugeordneten Wohnbereichen soll möglich nicht 500 m überschreiten. Der Anteil an der Gesamtspielfläche soll zwischen 30 und 50% betragen.

Spielbereiche C dienen in erster Linie Kleinkindern und jüngeren Schulkindern. Sie sind Wohnblocks oder größeren Hausgruppen zugeordnet. Die Mindestgröße beträgt 60 qm, die Entfernung zu den zugeordneten Wohneinheiten ca. 200 m. Ihr Anteil an der Gesamtspielfläche von ca. 20% wir der Spielflächenberechnung im Rahmen der Flächennutzungsplanung von den insgesamt erforderlichen Spielflächen abgezogen.

(Quelle: Spielplatzbestandserhebung 2006, Kreisstadt Mettmann, Fachbereich Bildung, Jugend und Soziales; Jugendhilfeplanung; Fachbereich Stadtentwicklung, Umwelt, Bau; Grünflächenamt, Neanderstraße 85, 40822 Mettmann)

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Frage:Was genau bedeutet die “Einbindung in die umgebende Wohnanlage”?

Randlage: Spielplätze, die sich außerhalb von Wohnbezirken oder am Rand von Wohnblocks befinden, werden als “Randlage” eingestuft. Liegt der Spielplatz z. B. an einem Feld oder angrenzend an einem  Wald, befindet er sich nicht eingebunden in die Wohnlage und erhält das Kriterium “Randlage”.

zentral: Ist der Spielplatz direkt umgeben von Wohnhäusern, so wird der als “zentral” bezeichnet.

gefährliche Straßen: Wenn der Spielplatz in einem verkehrsberuhigten Bereich oder in einer Tempo-30-Zone liegt, dann umgeben ihn keine gefährlichen Straßen. Befinden sich aber unmittelbar am Spielgelände Straßen, auf denen 50km/h und schneller gefahren werden darf, so werden diese Straßen als gefährlich eingestuft.

(Quelle: Spielplatzbestandserhebung 2006, Kreisstadt Mettmann, Fachbereich Bildung, Jugend und Soziales; Jugendhilfeplanung; Fachbereich Stadtentwicklung, Umwelt, Bau; Grünflächenamt, Neanderstraße 85, 40822 Mettmann)

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Frage: Was für Austattungsmerkmale gibt es bei Spielplätzen?

bespielbare Gehölze: Auf einigen Spielplätzen befinden sich am Rand Sträucher oder Büsche, die Kinder in ihr Spielverhalten einbauen können. So können dadurch weitere Spielideen und Möglichkeiten entstehen.

bespielbare Randstreifen: Es können sich anliegende Rasenflächen oder ähnliches am Spielplatz befinden. Diese können dann als weitere Spielmöglichkeit von Kindern genutzt werden.

bespielbare Anschlussflächen: Teilweise befinden sich anliegend an die Spielplätze größere bespielbare Flächen, wie z. B. Bolzplätze.

(Quelle: Spielplatzbestandserhebung 2006, Kreisstadt Mettmann, Fachbereich Bildung, Jugend und Soziales; Jugendhilfeplanung; Fachbereich Stadtentwicklung, Umwelt, Bau; Grünflächenamt, Neanderstraße 85, 40822 Mettmann)

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Frage: Was für eine Rolle spielen Aufsicht- und Aufenthaltsmöglichkeiten für Erwachsene?

Günstig für die Bewertung eines Spielplatzes ist es, wenn die Aufenthaltsmöglichkeiten für Eltern so gegeben sind, dass die Eltern mit ihren Kindern leicht kommunizieren können. Die Bänke sollten in unmittelbarer Nähe zu den Spielgeräten für die jüngeren Kinder und mit Sicht auf diese stehen. Desweiteren sollte ein Spielplatz so beschaffen sein, dass Eltern dort einen Ort vorfinden, an dem sie sich treffen und austauschen können, wozu selbstverständlich ausreichende Schattenplätze gehören. Unterstände oder Markisen, die Schutz vor Regen bieten, sind wünschenswert, aber (bis auf einen Spielplatz) in Mettmann nicht vorzufinden.

(Quelle: Spielplatzbestandserhebung 2006, Kreisstadt Mettmann, Fachbereich Bildung, Jugend und Soziales; Jugendhilfeplanung; Fachbereich Stadtentwicklung, Umwelt, Bau; Grünflächenamt, Neanderstraße 85, 40822 Mettmann)

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Frage:
Was ist eine “bespielbare Stadt”?

Leitfrage: Wie entsteht die bespielbare Stadt? Kinder und Jugendliche brauchen eine Vernetzung und Ergänzung vorhandener Bewegungs- und Spielangebote zu einem zusammenhängenden Ganzen, das heißt, eine Verbindung von privaten und öffentlichen Freiräumen, die zu Fuß erreichbar sind. Der Verkehr nimmt wesentlichen Einfluss auf die Erreichbarkeit von entsprechenden Spielorten. Deshalb werden für die Stadtentwicklung dringend Strategien benötigt, welche die nicht-motorisierten Verkehrsteilnehmer stärker berücksichtigen. Dies ist eine überfällige Gestaltung des öffentlichen Raumes.
Nur durch eine kindgerechte Gestaltung von städtischen Freiräumen, durch Treffpunkte und Aktionsangebote kann die „bespielbare Stadt” Realität werden. Unter „bespielbarer Stadt” verstehen wir informelle Bewegungsgelegenheiten und Spielorte, die sich Kinder und Jugendliche selbst angeeignet haben, sowie gestaltete Spielplätze für Menschen aller Altersgruppen. Auch erwachsenen Menschen sollten Spielmöglichkeiten geboten werden, ebenso wie Kinder und Jugendliche Zugang zur Erwachsenenwelt haben sollten. Es gilt deshalb, städtebauliche Strukturen zu schaffen, zu erhalten und zu fördern, in denen Spielen möglich ist.

(Quelle: Kinderfreundliche Stadtgestaltung www.kinderfreundliche-stadtgestaltung.de)

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